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Bei einem `!Wildacker`! handelt es sich um eine besondere, vom `F33f`_`[Jäger`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Jäger]`_`f landwirtschaftlich bearbeitete Fläche, mit dem Zweck, dass auf ihr das `F33f`_`[Wild`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wild]`_`f Nahrung und Deckung vor Feinden finden kann.

>>Contents

• `F0af`_`[Grund und Ziele des Wildackerbaus`#grund-und-ziele-des-wildackerbaus]`_`f
• `F0af`_`[Anlegen des Wildackers`#anlegen-des-wildackers]`_`f
• `F0af`_`[Typische Pflanzen auf dem Wildacker`#typische-pflanzen-auf-dem-wildacker]`_`f
• `F0af`_`[Wildarten, die den Wildacker aufsuchen`#wildarten-die-den-wildacker-aufsuchen]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f

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>>Grund und Ziele des Wildackerbaus

Der Wildackerbau zielt darauf ab, dem Wild eine artgerechte `F33f`_`[Äsungsfläche`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Äsung]`_`f anzubieten, die es darüber hinaus auch zur Deckung und Schutz vor `F33f`_`[Beutegreifern`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Beutegreifer]`_`f sowie menschlich verursachten Störquellen nutzen kann. Diese `*Wildäsungsflächen`* stehen dabei oftmals auch in Jahreszeiten zur Verfügung, in denen sonstige Agrarflächen mittlerweile abgeerntet oder vegetationsarm sind (Notzeit), denn der Bewuchs der Wildäcker wird in der Regel stehen gelassen. Dies ist insbesondere im Winter und im Vorfrühjahr wichtig, da das Wild dann seinen Energiebedarf nur schwer decken kann und von den eigenen Reserven zehren muss. Durch Wildäcker kann eine ansonsten notwendige Fütterung eingeschränkt oder sogar ganz unnötig werden.

Daneben ist die Verhütung – oder zumindest die Verminderung – von `F33f`_`[Wildschäden`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wildschaden]`_`f an Wald und Flur weiterer Beweggrund für die Anlage eines Wildackers.

>>Anlegen des Wildackers

Der Standort eines Wildackers sollte den Lebensgewohnheiten des heimischen Wildes entgegenkommen. Man unterscheidet Wildäcker im `F33f`_`[Wald`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wald]`_`f von denen in der `F33f`_`[Feldflur`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Acker]`_`f. Wildäcker im Wald werden zumeist in sonniger, ruhiger und ungestörter Lage nahe dem Gebiet angelegt, in denen das Wild seinen `F33f`_`[Einstand`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Jägersprache]`_`f hat. Wildäcker in der Feldflur sollten in Bereichen liegen, die vom Menschen selten aufgesucht werden (Stilllegungsflächen, Waldrandstreifen, unrentable Ackerflächen zwischen Feldholzinseln usw.).

Gegebenenfalls unterliegt die Anlage von Wildäsungsflächen landesrechtlichen Einschränkungen; diese sind bei entsprechendem Bedarf vorher in Absprache mit den zuständigen Unteren `F33f`_`[Jagdbehörden`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Jagdbehörde]`_`f zu prüfen. Darüber hinaus sind alle naturschutz- und wasserrechtlichen Bestimmungen zu berücksichtigen.

Der Boden wird – wenn möglich – mit landwirtschaftlichen Maschinen bearbeitet und besät. Die Zugabe von `F33f`_`[Düngemitteln`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dünger]`_`f (Nitrat, Phosphor, Kalium etc.) ist für Schmackhaftigkeit, Wachstum und Standfestigkeit der Wildäsungspflanzen sehr entscheidend und sollte nur bei bereits vorhandenen guten Nährstoffwerten unterbleiben. Eine `F33f`_`[Gründüngung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gründüngung]`_`f in Form von `F33f`_`[Zwischenfrüchten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Zwischenfrucht]`_`f, die hierfür im Vorherbst gesät werden, bietet eine weitere Möglichkeit der Nährstoffverbesserung des Bodens. Der pH-Wert wird mit Kalkdüngung erhöht.

>>Typische Pflanzen auf dem Wildacker

Außer den reinen Wildäsungspflanzen, sind auch solche des in der Landwirtschaft üblichen Zwischenfruchtanbaus geeignet. Sollen die Pflanzen auch im Winter als Nahrung dienen, so sind frost-mittelresistente und frostharte Pflanzenarten zu wählen. Dabei ist der Anbau von Wildackergemengen den Monokulturen zu bevorzugen, denn Mischungen bieten allen Wildarten eine abwechslungsreiche und mindestens zweijährige Nahrungsgrundlage. Es gibt je nach Region erprobte Saatgutgemische, die sich besonders für die jeweilige Region eignen.

Für den Wildacker eignen sich ein-, über- und mehrjährige Pflanzen.

• Als einjährige Pflanzen eignen sich z. B. `F33f`_`[Mais`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mais]`_`f, `F33f`_`[Hafer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hafer]`_`f, `F33f`_`[Buchweizen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Echter_Buchweizen]`_`f, Senf, `F33f`_`[Süßlupine`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Süßlupine]`_`f, und `F33f`_`[Markstammkohl`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Markstammkohl]`_`f.
• Überjährige Pflanzen (vertragen bzw. brauchen einen Winter) finden sich u. a. bei Dauerstaudenroggen, Winterfutterraps, Winterrübe etc.
• Als mehrjährige Pflanzen wählt man beispielsweise Dauerlupine, `F33f`_`[Klee`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Klee]`_`f (Alexandriner-, Bockshorn- und `F33f`_`[Perserklee`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Persischer_Klee]`_`f sind jedoch einjährig) und `F33f`_`[Topinambur`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Topinambur]`_`f.

>>Wildarten, die den Wildacker aufsuchen

Der Wildacker wird von nahezu allen Wildarten aufgesucht. Das `F33f`_`[Schalenwild`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schalenwild]`_`f, zu dem u. a. das `F33f`_`[Rotwild`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rothirsch]`_`f, `F33f`_`[Damwild`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Damwild]`_`f, `F33f`_`[Reh-`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rehwild]`_`f und `F33f`_`[Schwarzwild`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schwarzwild]`_`f gehören, findet hier primär Nahrung. Niederwildarten – wie `F33f`_`[Fasan`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fasan]`_`f, `F33f`_`[Rebhuhn`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rebhuhn]`_`f oder `F33f`_`[Feldhase`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Feldhase]`_`f – finden neben spezifischer Nahrung auch Sichtschutz vor natürlichen Fressfeinden. `F33f`_`[Fuchs`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Echte_Füchse]`_`f, `F33f`_`[Marder`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Marder]`_`f und andere `F33f`_`[Prädatoren`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Prädator]`_`f machen hier Jagd auf ihr Beutespektrum, das sich selbst zur Nahrungsaufnahme am Wildacker eingefunden hat. Aber auch besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten der Feldflur nutzen Wildäcker als Ersatz für extensiv genutzte Äcker. So auch `F33f`_`[Schwarzkehlchen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schwarzkehlchen]`_`f und `F33f`_`[Braunkehlchen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Braunkehlchen]`_`f, verschiedenen Insektenarten, und Ackerwildkräuter, die auf den intensiv genutzten Ackerflächen keine Chance haben`:cite-ref-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-1]`_`f].

>>Literatur

• Jörg Rahn, `*Revierarbeiten`*, `F33f`_`[Blv Buchverlag`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=BLV_Verlag]`_`f, 2007, ISBN 978-3-8354-0211-9
• `F33f`_`[Fritz Nüßlein`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fritz_Nüßlein]`_`f, `*Das praktische Handbuch der Jagdkunde`*, Seiten: 224, 227, 2006, ISBN 978-3-8354-0020-7
• Hans Elven, `*Wildäcker und Wildremisen`*, Düsseldorf, Est-Est-Verlag, 1938

>>Weblinks

Commons

: Wildacker

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

• Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland / Grafschaft Bentheim

>>Einzelnachweise

`:cite-note-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-1]`_`f Aboling, Sabine. 2007. „Bedeutung von Wildäckern für den Artenschutz“ herausgegeben von NLWKN. Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen 27(2):109 – 113

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